Mi 13.06.12, 19.30 Uhr
Mamming, Kindergarten St. Wolfgang
"Zwischen Vision und Umsetzung: Die Päpste des Konzils Johannes XXIII. und Paul VI."

- Paul VI. / Johannes XXIII.
Das 2. Vatikanische Konzil ist ohne nähere Kenntnis der beiden Päpste Johannes XXIII. und Paul VI. nicht zu verstehen. Das Konzil, das im Oktober 1962 einberufen wurde, ist die ureigene Idee von Johannes XXIII. Das Ende hat er nicht mehr erlebt, er starb bereits nach der ersten Sitzungsperiode im Juni 1963. Papst Paul VI. fiel in seinem Pontifikat von 1963 bis 1978 die schwere Aufgabe zu, das mit vielen Erwartungen begonnene Konzil weiterzuführen und die Reformen umzusetzen. Schon allein aus diesen biographischen Grundgegebenheiten wird verständlich, dass die beiden in der Erinnerung unterschiedlich weiterleben. Johannes galt schon zu Lebzeiten als der "Gute", als ein "als Papst verkleideter Mensch", während der zögerlich scheinende Paul VI. u.a. als "Hamlet im Vatikan" bezeichnet wurde. Sicher ist daran jeweils viel Wahres. Wahr ist aber auch, dass Johannes ein konservativ eingestellter Mensch war, der in vielen Denkweisen noch dem 19. Jahrhundert angehörte, allerdings die Offenheit besaß, das Wagnis eines Konzils einzugehen. Paul VI. war dagegen der erste "moderne" Papst, der z.B. vor der UN-Vollversammlung in New York sprach, nach Israel reiste und die Kirche in einen neue Zeit führte. Dass angesichts der epochalen Konsequenzen des Konzils für die Kirche Paul VI. im Spannungsfeld von Reformern und Konservativen manchmal grüblerisch oder unsicher wirkte, ist wohl nur allzu verständlich. Der Abend möchte jenseits von Vorurteilen ein historisch gerechtes Lebensbild der beiden Päpste zeichnen und die Wechselwirkung zwischen Person und Konzil herausstellen.
Inhalte:
- Die Biographien der beiden Päpste werden in Wort und Bild vorgestellt.
- Wie haben Persönlichkeit und Denkweise der beiden das Konzil beeinflusst?
- "Abklopfen" der gängigen Charakterisierungen:
Johannes XXIII., der gutmütige, charismatische Visionär des "aggiornamento"?
Paul VI., der grübelnde und zweifelnde Umsetzer des Konzils im Spannungsfeld zwischen Reformern und Konservativen?
Inhalte:
- Die Biographien der beiden Päpste werden in Wort und Bild vorgestellt.
- Wie haben Persönlichkeit und Denkweise der beiden das Konzil beeinflusst?
- "Abklopfen" der gängigen Charakterisierungen:
Johannes XXIII., der gutmütige, charismatische Visionär des "aggiornamento"?
Paul VI., der grübelnde und zweifelnde Umsetzer des Konzils im Spannungsfeld zwischen Reformern und Konservativen?
Referent: Wolfgang Stöckl
Veranstalter: PGR
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