Filmgespräch
Seit 1992 stellt das Auswahlgremium der Deutschen Bischofskonferenz (VertreterInnen kirchlicher Medieneinrichtungen) jährlich eine Auswahl besonderer, hochwertiger und sehenswerter Kurzfilme zusammen, die sog. "Augenblicke". Diese werden jeweils im Zeitraum von Anfang Februar bis Ende April in Kinos und kirchlichen Einrichtungen gezeigt und der Öffentlichkeit ans Herz gelegt.
Jedes Jahr überrascht "Augenblicke" so die Zuschauenden mit erstaunlichen Blicken auf den Menschen in seiner Verantwortung gegenüber anderen und sich selbst. 2027 warten erneut eine ganze Reihe an Kurzfilmen darauf, von Ihnen entdeckt zu werden! Lassen Sie sich in die Welt der Kurzfilme entführen, berühren, erschrecken und erfreuen gleichermaßen. Lassen Sie sich mitnehmen auf eine intensive emotionale Reise, die in nur wenigen Minuten mannigfaltige Geschichten erzählt. Lassen Sie sich von den Augenblicken inspirieren, die diese Filme einfangen und teilen Sie Ihre eigenen Gedanken und Emotionen mit anderen Menschen.
2027 werden folgende 10 Kurzfilme mit ca. 94 Minuten Gesamtlaufzeit gezeigt
(FSK 12 - empfohlen ab 14 Jahren):
- Sohn Gottes,4 Min.
Während seiner Schicht als Putzkraft in einer Kirche postet der lässige Eddie aus Spaß ein
Foto einer Jesusfigur mit Joint auf Twitter. Kurz darauf wird sein Account gesperrt und eine
mysteriöse Person beginnt, ihn über WhatsApp zu erpressen.
- Joy (Vera Herr, Luis Schubert 2026), 7 Min.
Joy geht zum 30. Geburtstag ihres besten Freundes Aron. Die Stimmung ist unbeschwert und
ausgelassen – bis Joy zum Mikro greift und die Party mit einer Offenbarung zum Entgleisen
bringt
- D'une Peinture à l'autre 3 Min.
Georges Schwizgebel lenkt in seinem neuesten Kurzfilm unseren kritischen Blick auf eine von
Männern dominierte Kunst der Malerei und insbesondere auf die Darstellung von People of
Color. Die beiden im Titel angesprochenen Gemälde sind „Olympia“ (1863) von Édouard
Manet und „La blanche et la noire“ (1913) von Félix Vallotton. Beide zeigen neben dem
zentralen Frauenakt eine Schwarze Frau in einer Nebenrolle. Auch zwischen den beiden
Bildern sind zahlreiche Verweise zum Thema eingeflochten.
- Unser Kind,23 Min.
Ein Schweizer Paar erwartet in der Republik Georgien ein Kind durch Leihmutterschaft, als
Fragen zur Gesundheit ihres Babys auftauchen.
- 77 Leben, 8 Min.
Der Querschnitt durch ein Hochhaus gibt den voyeuristischen Blick auf 77 Leben frei. Was
anfangs wie der Blick in eine harmlose Puppenstube anmutet, entpuppt sich schnell als das
genaue Gegenteil. Ein Panoptikum menschlicher Unzulänglichkeiten, das mit bitterbösem
Humor vorgeführt wird.
- Schuppenhaut, 12 Min.:
Als eine schimmernde Schuppenhaut an den Strand gespült wird und Fiete auf die Insel
zurückkehrt, gerät Ennos Welt ins Wanken. Zwischen den wachsamen Blicken der
Inselbewohner und der Legende des verstoßenen Seewiefs ringt Enno mit längst vergangen
geglaubten Gefühlen.
- Immerhin, 3 Min.
Zwei Bauarbeiter streiten sich über Bremswege und ein Ehepaar spricht über
Katastrophenfilme, in denen die Menschheit nur noch eine Woche zu leben hat. Immerhin.
- Sinkflug, 12 Min.
Ein letzter Morgen, zwei Menschen, zwei Pässe und das Schweigen dazwischen. Ein
Schweigen, das plötzlich politisch wird. Wie verabschiedet man sich von einem Ort, an dem
man nie willkommen war?
- Pippa und Leo, 18 Min.
Pippa lebt in einem Heim für junge Mütter mit Anpassungsschwierigkeiten. Sie darf erst
ausziehen, wenn das Amt bestätigt, das sie in der Lage ist, ihrer Mutterrolle gewissenhaft
nachzukommen. Trotz der ihr auferlegten Sperrstunde verlässt sie mit ihrem Baby eines
Nachts die Unterkunft.
- Trio, 4 Min.
Ein Mann durchläuft eine nachvollziehbare Alltagssituation, in der kleine Momente plötzlich
eine seltsam große und komplizierte Bedeutung bekommen. Der Film thematisiert dabei auch
das Thema Mobbing.
- Idyll (Austin Vauldwell 2026), 12 Min.
Der Sci-Fi-Kurzfilm Idyll (2026) von Regisseur Austin Cauldwell handelt von einer ruhigen
jungen Frau, die dem tristen Alltag entflieht, indem sie süchtig nach einer Virtual-Reality-
Plattform wird, auf der sie das Leben eines Prominenten lebt.
- Wie es war, 23 Min.
Der Staffelläufer Paul verursacht einen Autounfall, bei dem seine Freundin Mila schwer (und am
Ende querschnittsgelähmt) verletzt wird. Mila blickt nach vorn in die Zukunft, während Paul in
Schuldgefühlen und Erinnerungen feststeckt. Das Paar muss sich der Wahrheit stellen, um die
Beziehung zu retten.
Infos folgen ;o)
"Augenblicke - Kurzfilme im Kino" wird seit 1992 von der Katholischen Kirche im deutschsprachigen Raum veranstaltet. Der Leiter der Mediothek im Bistum Passau, Pastoralreferent Lukas Mixa, wird eine Hinführung zu den Kurzfilmen geben und anschließend eine Nachbesprechung mit Austausch anleiten.
Referent:
Lukas Mixa, Leiter der Mediothek, Pastoralreferent
| Veranstaltungsnr. | 4-22993 |
| Datum | Di 16.02.2027, 19.00 Uhr |
| Ort | KuKi - Das Kultkino, Marienplatz 6, 94405 Landau |
| Gebühr | 7€ vergünstigter Eintritt auf allen Plätzen |
| Zahlungsarten | Bar |
| Veranstalter | KEB DGF-LAN, KuKi Landau, Mediothek des Bistums Passau, Wir und Ois e.V. LAN |
| Anmeldung | Reservierung empfohlen unter www.kuki-landau.de |
Link zum Programmheft der Augenblicke 2026: